| Dreikönigskommers in Aulendorf |
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KDStV Carolingia stellte Präsidium am 126. Dreikönigskommers in Aulendorf
Traditionell lädt der Gauverband Bodensee-Oberschwaben jedes Jahr am 06. Januar zu einem Dreikönigkommers nach Aulendorf ein. In diesem Jahr, dem 126. Dreikönigskommers, übernahm die KDStV Carolingia zu Hohenheim das Präsidium. Das Präsidium übernehmen sich einander abwechselnd die traditionell sechs chargierenden Verbindungen AV Alania zu Stuttgart, KDStV Bodensee zu Konstanz, KDStV Carolingia zu Hohenheim, AV Cheruskia und AV Guestfalia zu Tübingen, sowie AV Suebo-Danubia zu Ulm. Zuletzt hatte die Carolingia 2005, und davor 1999, das Präsidium gestellt. Der Kommers war stark besucht und fast jeder Platz belegt. Besonders gefreut hat mich die große Anzahl unserer lieben Alten Herren, die so stark vertreten waren wie lange nicht. Die Festrede ist von Herr Dr. Hans-Josef Zimmer, Mitglied des Vorstandes der EnBW Energie Baden-Württemberg AG, als Vertretung für Hans-Peter Villis, dem Gerüchte zufolge zurückgetretenem Vorstandvorsitzenden, zum Thema „Schaffen wir die Energiewende?“ gehalten worden. Dr. Zimmer gab zunächst einen Jahresrückblick, indem er auf die Ereignisse in Fukushima und die darauf erfolgten Gesetzgebung im Mai 2011 einging. Die Energiewende sei mehr als der Ausstieg aus der Kernenergie. Für Dr. Zimmer gehören ebenso die Erneuerbaren Energien, der Netzausbau, die Einbeziehung der Kommunen und Gemeinden, die Reduktion von CO2 und die Energieeffizienzsteigerung dazu. Unter der Berücksichtigung der ökologisch-nachhaltigen aber auch der sozialen und ökonomischen Komponenten müsse ein Gleichgewicht zwischen den Ausbau der Erneuerbaren Energien und Energie- beziehungsweise der Versorgungssicherheit, bedingt unter anderem durch die Netzstabilität, zwischen der Energieproduktion und dem Umweltschutz geben. Energie sei dann zeugungsfähig, wenn sie sinnvoll, regenerativ, CO2-arm und wirtschaftlich sei. Dabei spiele es keine Rolle, ob weder die Energieversorgung zum Beispiel regional oder überregional noch die Biogasanlagen groß oder klein wären. Daher sieht Dr. Zimmer die Energiewende als eine Herculesaufgabe, da die Voltaktivität der Strommenge sich erhöhen und die Komplexität der Energieversorgung in Deutschland drastisch zunehmen werde. Dr. Zimmer zeigte verschiedene Beispiele aus der EnBW als mögliche Lösungswege auf und schloss mit dem Apell, das die Energiewende nur gelinge, „wenn wir die Energiewende als [eine] gesamtgesellschaftliche Aufgabe beginnen“, um die eingangsgestellte Fragestellung zu beantworten.War die Festrede eher wirtschaftpolitisch ausgerichtet bezog sich unser Senior Matthias Michler in seiner Rede auf gesellschaftlich-soziale Werte. Er forderte die Corona auf, sich bewusst zu werden, dass ein jeder von uns ein Vorbild sei. Timo Bartsch |



